Gedichte


Mustertext

Narrenweisheit

Oft ist’s der Weise, der den Narren spielt,
und oft der Narr, der sich für weise hält.

Dieweil der eine seine Rolle füllt,
hält sich der andre für den Herrn der Welt.

 

  

Weihnachts-Mythos
 

Aus dem Dunkel der Nacht
hat ein Kind gelacht,
hat um Liebe geworben,
ist am Kreuz gestorben.


Engel haben gesungen,
überall hat’s geklungen.
Zwischen Steinen kalt
ist das Lied verhallt.


Lichter brennen am Baum,
Tränen blinken im Raum;
anstatt nachzudenken
protzen wir mit Geschenken.


Dann, beim Braten fressen,
ist der Christ schnell vergessen.
Wo das Herz liebeleer,
fällt die Demut halt schwer.

 

 

Leben und Tod

Wovon wir alle leben,
wonach wir alle streben,
was ist es, das uns treibt?

Was wir damit erreichen,
ist's Weisheit ohnegleichen,
an der ein Tor sich reibt?

Oder ist's nur ein Trachten,
ein oberflächlich Schmachten,
das letztlich sinnlos bleibt?

Die Nachwelt wird's erkennen
und auch beim Namen nennen,
wenn wir dereinst entleibt.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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